Skip to content


Entega-Projekt „e-Schwalbe“

Die Darmstädter ENTEGA präsentierte am 5. Juni erstmals den Prototyp der neuen Schwalbe in Berlin.

Ab dem Spätsommer 2011 soll der Kultroller des Ostens auf Deutschlands Straßen zurückkehren – ausgestattet mit innovativer Elektrotechnik.  Der Elektroroller tritt die Nachfolge der Simson Schwalbe an und sei mit modernster elektrischer Antriebstechnik ausgestattet. Initiiert wurde das Projekt „e-Schwalbe“ von Dramstädter ENTEGA und dem Fahrzeughersteller efw-Suhl GmbH.

ENTEGA und efw-Suhl wollen mit der e-Schwalbe Elektromobilität und Ökostrom erlebbar machen. „Bereits seit 2009 entwickeln wir Modellprojekte zum Thema Elektromobilität“, sagt Frank Dinter, Geschäftsführer von ENTEGA. Mit der e-Schwalbe haben wir jetzt eine Lösung gefunden, die Ökostrom und Elektromobilität […] verbindet.

Der Beitrag zum Klimaschutz könne nur gelingen, wenn mit dem Konzept der Elektromobilität der Einsatz klimaneutraler Energie verknüpft werde. Deshalb wird ENTEGA in Verbindung mit dem Elektroroller einen speziellen Ökostromtarif anbieten. „Gerade für die Problematik in Ballungsräumen – viel Verkehr und damit Emissionen – kann die e-Schwalbe so zur praktikablen Lösung werden“, ist Dinter überzeugt.

Eine Besonderheit der e-Schwalbe ist der leichte Lithium-Ionen-Akku, der bequem entnommen und an jeder Steckdose aufgeladen werden kann. „Besonders in Innenstädten kann es bei aktuellen Elektrorollern zu Versorgungsproblemen kommen; es fehlen die Lademöglichkeiten“, erläutert Frank Dinter. „Unser Ziel ist völlige Flexibilität, gerade beim Aufladen. Darum kann man sich unseren Schwalben-Akku einfach über die Schulter hängen und an die nächste Steckdose anschließen – eine praktische und unkomplizierte Lösung.“ Eine Akkuladung reicht für etwa 60 Kilometer Fahrt. Bei Bedarf könne die Reichweite durch zwei weitere Akkupacks verdreifacht werden.

Der völlig emissionsfreie e-Roller fährt durch seinen geringen Energieverbrauch extrem günstig. Die Kosten pro 100 Kilometer liegen unter 75 Cent. Ein Benziner kostet auf der gleichen Distanz zwischen 3,75 und 5 Euro. Die Anschaffungskosten des Elektrorollers liegen voraussichtlich zwischen 4.699 und 5.799 Euro. Die e-Schwalbe gibt es sowohl für die Führerscheinklasse M mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h (abregelbar auf 25 km/h) als auch für die Klasse A1 mit maximal 81 km/h.

Die Gesamtentwicklung des Rollers läuft bei der schwäbischen Firma Xtronic, einem 120-Mann-Unternehmen, in dessen Referenzliste Audi und Opel ebenso zu finden sind wie Porsche und Maybach. Dort werden auch Steuerteile und Motor entwickelt. Für Fahrwerk und Karosserie des Elektro-Scooters zeichnet das Chemnitzer Unternehmen Hörmann-Rawema verantwortlich, das parallel am Comeback der deutschen Motorrad-Traditionsmarke Horex arbeitet. Die Rahmen kommen aus Thüringen, und den Namen Schwalbe gab es per Lizenz von der Treuhand-Nachfolgerin. Am Ende soll ein Sauber-Roller „made in Germany“ entstehen, der sich der großstädtischen Avantgarde wie dem solventen Klimaschutzaktivisten als hippes Zweirad zum Ökostromvertrag empfiehlt. 4800 Euro wird die recycelte Schwalbe kosten. Ein Gratiskontingent Ökostrom gibt es beim Kauf dazu.

Pikates Detail am Rande: Ausgerechnet die Darmstädter FDP mosert, dass sie bei dieser innovativen Produktneuheit nicht eingebunden war. Klar, die FDP hätte diese Produkt in Interesser der Atomlobby gern kaputtdiskutiert.

Zu recht kritisieren die linken Parteien wie Uffbasse, das die Swalbe kein Produkt für den kleinen Geldbeutel ist (der Preis soll je nach Version voraussichtlich zwischen 4699 und 5799 Euro liegen). Doch Auftrag der ENTEGA ist, finanziell tradgfähige Produkte zu schaffen, nicht Subventionen zu verteilen. Jetzt ist es an den politischen Gremien, zu entscheiden, ob die Schwalbe mit Steuergeldern auch für die normalen Menschen erschwinglich gemacht werden soll.

Quellen:

http://www.elektrofuhrpark.de/2011/06/12/e-schwalbe-in-berlin/

http://www.fr-online.de/wirtschaft/von-der-knatterkiste-zum-elektroroller/-/1472780/8435786/-/index.html

http://www.uffbasse-darmstadt.de/?p=2929

 

Posted in Darmstadt.


0 Responses

Stay in touch with the conversation, subscribe to the RSS feed for comments on this post.



Some HTML is OK

or, reply to this post via trackback.